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Christliche Hilfsorganisation warnt for Gefahren der Ölförderung im Sudan

01. Januar 2001

ENI-08-0171

Von Fredrick Nzwili*

Nairobi, 26 Februar (ENI)--

Eine deutsche christliche Hilfsorganisation, Hoffnungszeichen, hat vor den Folgen der Ölförderung im Sudan gewarnt. Sie verweist auf die mögliche Verschmutzung von Oberflächen- und Grundwasser durch Unternehmen im Süden des Landes.

"Hoffnungszeichen fordert die Khartoumer Regierung auf, zu gewährleisten dass die im Sudan tätigen Ölfirmen uneingeschränkt die Umwelt vor der Verschmutzung durch toxische Chemikalien schützen, besonders das Oberflächen- und Grundwasser," erklärte Klaus Stieglitz, stellvertretender Geschäftsführer von Hoffnungszeichen, gegenüber Journalisten am 15. Februar in Nairobi nach einer achttägigen Reise in den Süden des Sudan.

Im Januar 2005 beendeten Friendensvereinbarungen einen zwei Jahrzehnte andauernden Krieg zwischen Sudans überwiegend christlichen und animistischen Süden und dem muslimischen und arabischen Norden. Seitdem sieht man im Süden des Landes die Zunahme westlicher Unternehmen auf der Suche nach Öl.

Während seines Aufenthaltes in den Ölfelder des südlichen Sudans hat das Team von Hoffnungszeichen die Menschenrechtssituation in den Ölfedern von Thar Jath (Unity State) untersucht.

Das Team sprach mit Anwohnern über die Auswirkungen der giftigen Abfälle auf die Gesundheit der Menschen und ihrer Nutztiere, auf die Gemeinden vor Ort sowie die Umwelt.

In einem Dort in der Nähe der neu erbauten Raffinerie in Thar Jath klagte ein junges Mädchen über den bitteren Geschmack des Wassers dort. "Wir waschen noch nicht einmal unsere Kleidung in diesem Wasser, weil die Farben ausbleichen und der Stoff zerstört wird," zitierte Stieglitz.

Hoffnungszeichen sagt, dass der Landrat der Ortschaft Koch, Commissioner Peter Bol Ruot, bestätigt habe, dass im Jahr 2006 insgesamt 27 Erwachsene und drei Kinder an den Folgen des Konsums des verschmutzten Wassers starben. Ruot habe erklärt, dass bisher bis zu 1.000 Menschen aus den gleichen Gründen krank geworden seien.

Die überkonfessionelle Organisation erklärte, dass Bewohner des Dorfes Rier berichtet hatten, wie sie durch Repräsentanten der Khartoumer Regierung gezwungen worden waren, ihr ursprüngliches Dorf 2005 zu verlassen, um Platz für Einrichtungen zur Erdölförderung zu schaffen

"Die Bewohner wurden kurzfristig gewaltsam aus ihren Dörfern vertrieben und auf nahe gelegenem Land angesiedelt," sagt Hoffnungszeichen in einer Pressemitteilung.

Die Organisation beschreibt sich selbst as überkonfessionelle Menschenrechts- und Hilfsorganisation mit Sitz in Deutschland.

Ecumenical News International*

Daily News Service

26 February 2008

* Übersetzung durch das Ökumenische Wassernetzwerk (ÖWN)

Weitere Informationen:

Hoffnungszeichen Pressemitteilung 27.02.2008 - Sudan - Trinkwasser in Ölfeldern des Sudans mit Ölabfällen verseucht

Hoffnungszeichen Pressemitteilung 15.02.2008 - Sudan - Neue Beweise für schwerwiegende Auswirkungen der Öl-Förderung auf die Menschenrechte im Südsudan - Resultate einer Reise zu den Ölfeldern 

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