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Konflikte um Wasser bedrohen den Weltfrieden

Konflikte um Wasser bedrohen den Weltfrieden

Feierlicher Abschluss der Donau-Friedenswelle: Teilnehmende bilden eine Friedensband vom Fluss zum Ulmer Münster. Foto: Christian Dunckern/Ev.-Luth. Kirche in Bayern

01. Januar 2001

Am 2. Juli fand in Ulm die "Donau-Friedenswelle" zum feierlichen Abschluss der Dekade zur Überwindung von Gewalt ihren letzten Höhepunkt. In seiner Predigt sprach der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, von der Bedrohung des Weltfriedens durch Konflikte um Wasser.

Es sei gut vorstellbar, dass die Konflikte der kommenden Jahre sich zunehmend an der Verteilung dieser lebenswichtigen Ressource entzünden werden, so Tveit.

Das Projekt " Donau-Friedenswelle" startete im September 2010 in Ulm. Es folgten viele Veranstaltungen entlang der Donau in Österreich, in der Slowakei, in Ungarn und Rumänien, mit denen die Dekade des ÖRK zur Überwindung von Gewalt feierlich begangen wurde.

Die Dekade gegen Gewalt wurde 2001 in Berlin ins Leben gerufen. Im Mai 2011 fand sie mit der Internationalen Ökumenischen Friedenskonvokation (IöFK) in Jamaika ihren krönenden Abschluss. Wasser und sein globales Konfliktpotential waren eines der Themen, die dort zur Sprache kamen.

Das Ökumenische Wassernetzwerk entstand am ÖRK als "einer von vielen Schritten, der den Frieden einerseits mit der Natur, aber andererseits zwischen Menschen in Konflikt um lebenswichtige Ressourcen” fördern solle, fuhr Tveit fort.

In seiner Predigt im Ulmer Münster hob Tveit auch den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hervor, der eine Quelle für fast alle Konflikte im Nahen Osten und bis nach Asien ist.

Auch in Nahost sei die ungerechte Inbesitznahme und Nutzung von Wasser ein Streitpunkt zwischen Israelis und Palästinensern.

Tveit sagte, dass Christen bei der Suche nach einem gerechten Frieden in Israel und Palästina überall gefragt sind. „Was wir glauben, was wir sagen oder nicht sagen, kann ein Beitrag zu Gerechtigkeit und Frieden sein“, so Tveit, oder es könne etwas ganz anderes bewegen, fügte er warnend hinzu.

Der ÖRK hat in Palästina ein Ökumenisches Begleitprogramm ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, freiwillige Begleitpersonen dorthin zu entsenden, um die Auswirkungen von Ungerechtigkeit und Gewalt zu untersuchen und zu verstehen.

Auf der Internationalen Ökumenischen Friedenskonvokation (IöFK) in Kingston, Jamaika, kamen rund eintausend Menschen aus hundert Ländern zusammen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit engagieren, nicht nur, um die Ergebnisse der ÖRK-Dekade zur Überwindung von Gewalt zu feiern, sondern auch, um Kirchen und jeden Einzelnen einzuladen, sich erneut zu Gewaltlosigkeit und zu Frieden und Gerechtigkeit zu bekennen.

“Die Frage des Friedens betrifft jeden und jede. Es fängt bei uns selbst an, bei meinem täglichen Umgang mit meinen Mitmenschen. Sie bezieht sich auf die Auswirkungen unseres Lebensstils auf andere Menschen,” sagteTveit.

Am Beispiel Wasser erläuterte er, wie sich der individuelle Konsum auf den Wasserhaushalt auswirkt, der vielerorts aus dem Gleichgewicht gerate: “Und Ähnliches können wir beobachten im Hinblick auf Nahrungsmittel, im Hinblick auf Energie, im Hinblick auf die Geldwirtschaft.”

Vollständige Predigt von Olav Fykse Tveit

IöFK-Botschaft

Website der Donau-Friedenswelle:
www.donaufriedenswelle.eu

Website des Ökumenischen Wassernetzwerks:
http://wasser.oikoumene.org

Website des Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel:
www.eappi.org

Website der Internationalen Ökumenischen Friedenskonvokation:
www.gewaltueberwinden.org

Video zum IöFK-Wasserworkshop (auf Englisch)