Ecumenical Water Network

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ÖWN-Konsultation fordert Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung für alle

ÖWN-Konsultation fordert Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung für alle

Bridget Ben-Naimah und Botschafter Luis Gallegos überreichen Cornelia Füllkrug-Weitzel auf der ÖWN-Konsultation in Berlin ein Gemälde des argentinischen Künstlers Néstor Favre-Mossier. © Pascoal Bento

18. Juli 2013

Eine Erklärung, die im Rahmen einer Konsultation des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) veröffentlicht wurde, ruft Kirchen, Regierungen und die Vereinten Nationen dazu auf, sich für einen allgemeinen Zugang zu Wasser, Sanitärversorgung und Körperpflege einzusetzen und dem Zugang zu Wasser auf ihren Tagesordnungen ab 2015 hohe Priorität einzuräumen.

Die Kirche müsse „in der Gesellschaft eine Katalysatorfunktion bei der Formulierung einer inspirierenden und gemeinsamen Vision für Wassergerechtigkeit übernehmen“, heißt es in der Erklärung mit dem Titel „Gott, führe uns durch Wassergerechtigkeit zu einem Leben in Fülle und zu Frieden“.

Die Erklärung wurde von vierzig Kirchenleitenden, Theologen, Wissenschaftlern und Aktivisten verfasst, die vom 10. bis 12. Juni zu der strategischen Konsultation des Ökumenischen Wassernetzwerks (ÖWN) des ÖRK in Berlin zusammengekommen waren. Gastgeber der Konsultation war das kirchliche Hilfswerk Brot für die Welt aus Deutschland.

In der Erklärung werden Regierungen und die internationale Gemeinschaft aufgerufen, ihr Engagement für „die Sicherung eines allgemeinen Zugangs zu sicherer Trinkwasserversorgung, zu Einrichtungen zum Händewaschen und zu Sanitäreinrichtungen zuhause auch für arme Menschen und andere von der Gesellschaft ausgegrenzte Gruppen bis 2030“ zu bekräftigen.

In ihrer Eröffnungsrede erinnerte Pastorin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, an den Beitrag, den das Hilfswerk gemeinsam mit anderen ökumenischen Organisationen zur Gründung des ÖWN geleistet hat. Sie sicherte ihre Unterstützung für die Arbeit des ÖWN und die Ergebnisse der Konsultation zu.

„Wasser ist ein öffentliches Gut, auf das kein Besitzrecht erhoben werden kann, denn von einem solchen Recht kann Gebrauch gemacht werden, aber es kann auch missbraucht werden“, betonte Maria Francisca Ize-Charrin von WaterLex. Aus diesem Grund, fügte sie hinzu, „ist es aus menschenrechtlicher Sicht inakzeptabel, dass sich private Unternehmen Wasservorkommen aneignen und das Recht der vor Ort lebenden Menschen und zukünftiger Generationen auf Wasser dabei nicht berücksichtigt wird.“

Unter den Referenten waren auch Botschafter Luis Gallegos, ständiger Vertreter Ecuadors bei den Vereinten Nationen in Genf, und Rabbi Awraham Soetendorp vom Jacob Soetendorp-Institute for Human Values.

Auch Virginia Roaf, Beraterin des Sonderberichterstatters der Vereinten Nationen zum Recht auf sicheres Trinkwasser und sanitäre Anlagen, und Hannah Neumeyer von WASH United thematisierten die Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen.

Laut ÖWN-Koordinator Dinesh Suna gab die Konsultation eine „klare Richtung“ vor und empfahl konkrete Schritte für das Engagement der Kirchen für Wassergerechtigkeit und das Menschenrecht auf Wasser. „Wir sehen zahlreiche Möglichkeiten, mit Blick auf die Themen Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene etwas zu der Agenda für die Entwicklungspolitik nach 2015 beizutragen“, so Suna.

Auch die Internationale Referenzgruppe des ÖWN tagte im Rahmen der Konsultation in Vorbereitung auf die bevorstehende Vollversammlung des ÖRK, die vom 30. Oktober bis zum 8. November in Busan (Republik Korea) stattfinden wird. Gaim Kebreab von Norwegian Church Aid und Veronica Flachier vom Lateinamerikanischen Rat der Kirchen wurden zu den neuen Ko-Vorsitzenden der Internationalen Referenzgruppe des ÖWN gewählt. Pastorin Dr. Bridget Ben-Naimah vom Gesamtafrikanischen Kirchenrat trat nach ihrer Tätigkeit als Inteirms-Ko-Vorsitzende zurück.

Lesen Sie die Erklärung „God, lead us to abundant life and peace through water justice“ (in englischer Sprache)

Weitere Informationen zum Ökumenischen Wassernetzwerk