Ecumenical Water Network

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Sieben Wochen im Zeichen des Wassers: Pilgerreise zur Wassergerechtigkeit

Sieben Wochen im Zeichen des Wassers: Pilgerreise zur Wassergerechtigkeit

Eine Frau hilft einer anderen an einer Dorfpumpe im Süden Malawis. © ACT Alliance/ Paul Jeffrey

03. März 2014

Am Montag, 3. März hat die Kampagne „Sieben Wochen im Zeichen des Wassers“ begonnen. Kirchen, glaubensorientierte Organisationen und Menschen überall auf der Welt sind eingeladen, auf eine „Pilgereise zur Wassergerechtigkeit“ zu gehen. Das Thema während der Fastenzeit jede Woche anhand von Betrachtungen behandelt, die das Bewusstsein für die Forderung eines universellen Zugangs zu Wasser und sanitärer Versorgung öffnen sollen.

Sieben Wochen im Zeichen des Wassers ist eine Kampagne des Ökumenischen Wassernetzwerks (ÖWN) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Seit 2008 versucht die Kampagne, die Menschen im Umfeld des Weltwassertages am 22. März für das Thema Wasser zu sensibilisieren. Dieses Datum fällt in vielen Kirchenkalendern in die Fastenzeit.

Zur Kampagne gehört die wöchentliche Veröffentlichung von Bibelbetrachtungen auf der Website www.oikoumene.org/7-wochen-fuer-wasser, ergänzt durch zusätzliche Links und Ideen für weitere Aktivitäten.

Die diesjährigen Beiträge für die Bibelbetrachtungen stammen von Umwelt-Theologen und Kirchenverantwortlichen wie Dr. George Zachariah von der Mar-Thoma-Kirche in Indien, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Guillermo Kerber, ÖKK-Programmreferent für die Bewahrung der Schöpfung und Klimagerechtigkeit, und Pastor Dr. Stephen Larson von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Genf.

ÖWN-Koordinator Dinesh Suna erklärt, dass die Auswahl des Themas für die diesjährige Kampagne von einem Ruf der 10. ÖRK-Vollversammlung in Busan in der Republik Korea inspiriert wurde. Diese Vollversammlung fand Ende 2013 statt.

„Wir wollen eine gemeinsame Bewegung. Auf der Grundlage unserer Erfahrungen in Busan rufen wir alle Menschen guten Willens auf, ihre von Gott gegebenen Gaben zu nutzen, um unsere Erkenntnisse in konkretes Handeln umzusetzen. Diese Versammlung ruft euch auf, mit uns auf diese Pilgerreise zu gehen. Mögen die Kirchen Gemeinschaften der Heilung und des Mitgefühls sein, und lasst uns die Frohe Botschaft verkünden, damit Gerechtigkeit wachse und Gottes Friede ruhe auf Erden“, lautet ein Botschaft der Vollversammlung.

Suna erläutert, dass sich die diesjährigen Bibelbetrachtungen mit einer Ungerechtigkeit gegenüber mehr als einem Drittel der Weltbevölkerung befassen, die keinen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung hat.

„Wir haben auf unserer Pilgerreise zur Wassergerechtigkeit schon einen weiten Weg zurückgelegt. Nach einem langjährigen Kampf haben die Vereinten Nationen 2010 Wasser und sanitäre Versorgung als Menschenrecht anerkannt.”

„Jetzt steht die Umsetzung dieses Menschenrechtes in den einzelnen Ländern im Mittelpunkt, damit es für alle diejenigen Menschen Wirklichkeit wird, denen dieses Recht bisher vorenthalten wurde“, sagt Suna. „Dies ist für die Kirchen ein Aufruf zum Handeln“.

In seinen Betrachtungen für die erste Woche der Kampagne verbindet Dr. George Zachariah das Thema der „Pilgerreise zur Wassergerechtigkeit“ mit den sozialen Realitäten.

„Das Überleben hängt in hohem Maße von der Verfügbarkeit sauberen Wassers ab. Als der Markt aber anfing, Wasser als „blaues Gold“ zu kommerzialisieren, ist aus dem lebensspendenden Wasser eine Handelsware geworden, zu der die Gemeinschaft der Schöpfung keinen Zugang erhält“, erörtert Zachariah. „Damit wird Durst zu einer beständigen Realität“.

Er weist weiter darauf hin, dass „Wasser ein Handelsgut mit einem Preisschild geworden ist und dass gemeinsame Ressourcen wie „Seen und Flüsse an multinationale Konzerne versteigert worden sind.“

Das ist laut Zachariah der Kontext, der es für Kirchen und Gemeinden zwingend erforderlich macht, eine „neue Pilgerreise zu Wassergerechtigkeit“ auf den Weg zu bringen.

Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2014

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