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Tonga ist von Wasser umgeben; und doch ist es keine Selbstverständlichkeit!

Tonga ist von Wasser umgeben; und doch ist es keine Selbstverständlichkeit!

Mele’ana Puloka. © Peter Kenny/ÖRK

Mar 21, 2016

In Tonga gibt es Wasser soweit das Auge reicht, aber nicht unbedingt für den Bedarf der Menschen.

Mele’ana Puloka der Freien Wesleyanischen Kirche von Tonga ist Präsidentin des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) für die Region Pazifik und lebt auf den Inseln, die etwa 106 000 Einwohnerinnen und Einwohner zählen.

Der Platz ist knapp im 748 Quadratkilometer großen pazifischen Königreich Tonga.

Puloka, die in der Methodistischen Kirche in Tonga für Bildung zuständig ist, ist auf den Inseln mit den unberührten Stränden aufgewachsen. Zu dieser Zeit wurde die Verfügbarkeit von Wasser noch als selbstverständlich angesehen.

„Ich habe als Kind meistens in Städten gelebt. Wir waren an fließendes Wasser gewöhnt und dachten uns nichts dabei, wenn wir Wasser brauchten.“

Die polynesischen Inseln liegen in einem entlegenen Teil der Erde, zwei Flugstunden von Neuseeland entfernt.

„Eines Tages, als ich nach Hause kam, war das Wasser ausgegangen“, erzählte Puloka in Bethlehem, wo Wasser auch Fragen der Gerechtigkeit aufwirft.

Sie konnte die Dusche nicht mehr benutzen, sondern musste sich sparsam mit Wasser aus Bechern waschen.

„Da wurde mir klar, dass wir diese kostbare Ressource mit Bedacht und Vorsicht nutzen müssen“, sagte Puloka.

Die Wasserversorgung kann von Reichtum abhängig sein, deshalb sei Wassergerechtigkeit ein wichtiges Thema, sowohl in Tonga als auch in Palästina, sagte Puloka mit Blick auf die Fastenkampagne des ÖRK zum Thema Wasser.

Laut Berichten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist es in kleinen pazifischen Inselstaaten wie Tonga besonders schwierig, eine regelmäßige Versorgung mit sauberem Wasser zu garantieren.

„Die Anzahl der möglichen Frischwasserquellen nimmt ab, Grundwasser wird überbeansprucht, die Wetterlagen verändern sich und der Meeresspiegel steigt“, teilt die WHO mit. Die Region muss deshalb mit der Gefahr umgehen, dass Salzwasser in die Trinkwasserversorgung eindringen könnte.

Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens: www.oikoumene.org/pilgerweg

Sieben Wochen im Zeichen des Wassers: www.oikoumene.org/7-wochen-fuer-wasser