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ÖRK fordert Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser

ÖRK fordert Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser

Ein Junge in Carrefour, Haiti, trinkt aus einem geborstenem Wasserrohr. Foto: ACT/Paul Jeffrey

01. Januar 2001

Die Anerkennung von Wasser und sanitärer Grundversorgung als Menschenrecht seitens der Vollversammlung der Vereinten Nationen und des UN-Menschenrechtsrates begrüßte der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) auf seiner Tagung diese Woche ausdrücklich.

Im Juli 2010 hatte die UN-Vollversammlung eine Resolution angenommen, die „das Recht auf sicheres und sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen als Menschenrecht [anerkennt], das für die uneingeschränkte Wahrnehmung des Lebens und aller Menschenrechte von grundlegender Bedeutung ist“. Drei Monate später bekräftigte der UN-Menschenrechtsrat diese Position.

Aufgrund dieser Entwicklung rief der ÖRK-Zentralausschuss seine Mitgliedskirchen nun auf, sich weiter politisch für das Recht auf Wasser einzusetzen und es als Recht auf Leben zu bekräftigen.

Seit der 9. ÖRK-Vollversammlung im brasilianischen Porto Alegre im Jahr 2006 werden die Bemühungen um Wasser und sanitäre Versorgung als Menschenrecht im Rahmen des Ökumenischen Wassernetzwerkes koordiniert. Hierbei handelt es sich um ein internationales Netzwerk von Kirchen und christlichen Organisationen unter dem Dach des ÖRK, das sich für den Erhalt, einen verantwortungsvollen Umgang und eine gerechte Verteilung von Wasser einsetzt.

„Als Kirchen sind wir aufgerufen, anderen zu dienen und in unserer Art, wie wir Wasser nutzen und teilen, Vorbilder zu sein“, heißt es in der ÖRK-Erklärung.

Auf nationaler Ebene rief der Zentralausschuss die Regierungen auf, ihr Engagement fortzuführen und weitere Schritte zu unternehmen, um „das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung in die nationale Gesetzgebung und Politik zu integrieren“.

Die Erklärung weist darauf hin, dass nur wenige Länder, wie beispielsweise Großbritannien und Kanada, weiterhin die volle Anerkennung des Rechtes auf Wasser und sanitäre Grundversorgung verweigern.

Sie fordert diese Regierungen heraus, indem sie betont, dass „der Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung ein rechtlich bindendes Menschenrecht ist“ und ruft die führenden Politiker auf, „das Recht auf Wasser als Wegweiser, Absicherung und Maßstab“ für ihre Gesetzgebung anzuwenden.

Auf internationaler Ebene fordert die Erklärung die „Schaffung eines Mandats für eine/n Sonderberichterstatter/in für das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung beim UN-Menschenrechtsrat“.

Das Ökumenische Wassernetzwerk wird seine Fürsprachearbeit im Rahmen der diesjährigen „Sieben Wochen im Zeichen des Wassers“-Kampagne in der Fastenzeit weiterführen. „Mit dieser Kampagne wollen wir in den Kirchen ein Bewusstsein für Wasser, Konflikte und einen gerechten Frieden wecken", erklärt Maike Gorsboth, die Koordinatorin des Ökumenischen Wassernetzwerkes.

„Die Anerkennung von Wasser und sanitärer Grundversorgung als Menschenrecht ist Teil eines gerechten Friedens. Die Kampagne ‚Sieben Wochen im Zeichen des Wassers‘ nimmt dieses Zeichen der Hoffnung auf und ermutigt die Kirchen, in Bibelarbeit, theologischem Nachdenken und praktischen Maßnahmen aktiv zu werden“, sagte sie.

Eklärung im WortlautFull text of the water statement

Website des Ökumenischen Wassernetzwerkes

Sieben Wochen im Zeichen des Wassers

Weitere Informationen zur Tagung des Zentralausschusses