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Veranstaltung: Der Streit ums Wasser und die Kirchen

Veranstaltung: Der Streit ums Wasser und die Kirchen

Bischof Luiz Flavio Cappio aus Brasilien.

01. Januar 2001

Donnerstag, 6. Mai 2010, 19 bis 21 Uhr
Kirchgemeindehaus Johannes, Wylerstrasse 5, 3014 Bern

Bischof Luiz Flavio Cappio gehört dem Franziskaner-Orden an und ist Bischof in der Diözese Barra, in einer sehr armen Gegend am Mittellauf des Rio São Francisco im Nordosten Brasliens.

Luiz Flavio Cappio hat mindestens 40 Jahre am Ufer des Rio São Francisco verbracht. Er wurde über die Grenzen Brasiliens hinaus bekannt, als er am 4. Oktober 1992 zusammen mit weiteren Aktivisten über ein ganzes Jahr hinweg eine Wallfahrt von der Quelle bis zur Mündung des 2 800 km langen Rio São Francisco machte. Bischof Cappio: „Die verzweifelte Lage im São Francisco Tal ist Teil einer globalen Krise. Sie macht uns bewusst, dass der blinde Fortschrittsglaube zur Unterentwicklung vieler Völker geführt hat und das Leben der ganzen Erde bedroht. Wir haben es in der Hand, weiter dem Weg des Todes zu folgen oder uns für das Leben einzusetzen.“

Die Situation des Flusses verschlimmerte sich. Die Regierung Lula treibt seit 2005 ein Projekt zur Umleitung von Teilen des Flusswassers voran. Angesichts dessen sah Dom Luiz in der Tradition des gewaltfreien Protestes von Mahatma Gandhi in einem Hungerstreik die letzte Chance des Widerstandes. Nach elf Tagen beendete er sein Fasten aufgrund des Versprechens des Präsidenten Luis Ignacio Lula da Silva, dass ein umfassender Dialogprozess mit der Bevölkerung über das Projekt der Umleitung durchgeführt wird und die Revitalisierung des Flusses Priorität hat. Dieses Abkommen wurde vom Präsidenten nicht eingehalten. Stattdessen wurde das brasilianische Militär Ende Mai beauftragt mit den Bauarbeiten zu beginnen, was eine Reihe von Protesten und rechtlichen Einsprachen gegen das Projekt auslöste.

Anlässlich der von Brot für Alle, Fastenopfer, HEKS und Justitia et Pax gemeinsam getragenen Veranstaltung wird Bischof Cappio in Bern über die aktuelle Situation berichten. Sein Einsatz unterstreicht die Bedeutung der „ökumenischen Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut". Diese wurde von den Kirchen Brasiliens und der Schweiz unterzeichnet, die in diesem Jahr das 5-jährige Bestehen der Erklärung feiern.

Download des Programmes (pdf)

Download der ökumenischen Erklärung zum Wasser als Menschenrecht und als öffentliches Gut (pdf)