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Zeit der Schöpfung 2011: Die Wälder sollen jauchzen

Zeit der Schöpfung 2011: Die Wälder sollen jauchzen

Wälder stehen im Mittelpunkt der Zeit der Schöpfung 2011. Foto: Wiederaufforstungsprojekt in Tansania. © Sean Hawkey/ACT

01. Januar 2001

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) schließt sich dem Aufruf an, die Zeit vom Donnerstag, 1. September, bis Dienstag, 4. Oktober, als Zeit des Gebets, der Reflexion und der Neuverpflichtung auf den verantwortlichen Umgang mit Gottes Gaben in der Natur und deren gerechte Nutzung zu begehen.

Seit mehr als 20 Jahren machen immer mehr Christen und Christinnen in der ganzen Welt bei dieser „Zeit der Schöpfung“ mit. In diesen Tagen von September bis Anfang Oktober sagen sie Dank für Gottes Schöpfung und beten und engagieren sich gemeinsam für die Umwelt.

Die „Zeit der Schöpfung“ stellt einen modernen Zusatz zu den liturgischen Kalendern vieler Kirchen dar und stellt das Werk Gottes als Schöpfer in den Vordergrund. Sie geht zurück auf den verstorbenen Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Dimitrios I., der den 1. September 1989 als Tag des Gebets für die Erde und ihre Ökosysteme ausrief.

Das orthodoxe Kirchenjahr beginnt traditionell im September und so scheint es angemessen, die Aufmerksamkeit der Gottesdienstbesucher und -besucherinnen auf den ersten Vers der Bibel zu lenken: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Die neue liturgische Zeit der Schöpfung dauert bis zum 4. Oktober, dem Tag, den römische Katholiken und andere seit langem als Namenstag des heiligen Franz von Assisi feiern.

Das Jahr 2011 ist das Internationale Jahr der Wälder. Daher ruft der ÖRK insbesondere zu Gebeten und Meditationen auf, die den Wäldern und damit verbundenen Themen gewidmet sind – ganz im Sinne von Bibelstellen wie der nachfolgenden Prophezeiung:

„Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und in Frieden geleitet werden. Berge und Hügel sollen vor euch her frohlocken mit Jauchzen und alle Bäume auf dem Felde in die Hände klatschen.“ – Jesaja 55,12

Grundsätzlich ruft der ÖRK zu Engagement für „ökologische Gerechtigkeit“ auf und betont die Notwendigkeit, aktiv für die Überwindung von Problemen wie die Verschmutzung unseres Planeten und anderer Ursachen des Klimawandels einzutreten.

In der Botschaft einer hochrangigen ökumenischen Delegation an die UN-Konferenz zum Klimawandel, die im Dezember 2009 in Kopenhagen stattfand (COP 15), hieß es: „Die Ungerechtigkeit besteht darin, dass diejenigen, die die schlimmsten Folgen dieser Krise erleiden, selbst am wenigsten zu dieser Situation beigetragen haben. Hierbei handelt es sich um eine Frage der Gerechtigkeit und einen Aufruf zur Übernahme moralischer Verantwortung. Wir möchten die Bedeutung rechtsverbindlicher Verpflichtungen zum Kampf gegen diese Krise unterstreichen.“

Eine andere gemeinsame Erklärung des ÖRK und anderer Weltreligionen berief sich auf die Forschungsergebnisse zur Verursachung des Klimawandels durch den Menschen und bekräftigte: „Wir erkennen, dass der Klimawandel nicht nur ein ökonomisches, technisches Problem, sondern in seinem Kern ein moralisches, kulturelles und ideelles Problem ist.“

Materialien für die Zeit der Schöpfung 

Die Zeit der Schöpfung auf Facebook

Weitere Informationen über den ÖRK und ökologische Gerechtigkeit

Botschaft des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. zum Tag der Schöpfung 2011 (auf Englisch, Französisch und Griechisch)