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ÖWN-Gründungsmitglied Brot für die Welt veröffentlicht Wasser-stress-Report zum Weltwassertag

20. März 2015

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 20. März 2015

ÖWN-Gründungsmitglied Brot für die Welt veröffentlicht Wasserstress-Report zum Weltwassertag

Anlässlich des Weltwassertags am 22. März legt Brot für die Welt den Report „Die Welt im Wasserstress“ vor. Darin wird aufgezeigt wie untrennbar die Wasserversorgung und der Kampf gegen den Hunger miteinander verbunden sind.

Jedem dritten Kind unter 5 Jahren, das an den Folgen von Durchfall und Mangelernährung stirbt, hätte mit sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung geholfen werden können.

Das Hilfswerk Brot für die Welt der evangelischen Kirchen in Deutschland ist Gründungsmitglied des Ökumenischen Wassernetzwerks (ÖWN).

„Die Grenzen der nachhaltigen Wassernutzung sind vielerorts schon heute überschritten“, sagt Carolin Callenius, Referentin für Recht auf Wasser und Nahrung bei Brot für die Welt. Sie vertritt Brot für die Welt auch in der internationalen Steuerungsgruppe des ÖWN.

Etwa  640 Millionen Menschen leben in Ländern, die unter starkem Wassermangel leiden. Weitere zwei Milliarden leben in Ländern, die mehr als 20 Prozent ihrer erneuerbaren Süßwasserressourcen nutzen – ein Indikator für drohenden Mangel.

Callenius: „In den Great Planes der USA ist das riesige Ogallala-Grundwasservorkommen so übernutzt, dass es bis zu 1300 Jahren dauern kann , bis es sich wieder gefüllt hat“.

Weniger Wasser bis 2050

Heute gehen 70 Prozent des Wasserverbrauchs auf das Konto der Landwirtschaft. Die Bewässerungslandwirtschaft ist im Zuge der Intensivierung des Ackerbaus in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen.

Dies wird aber so nicht weitergehen. Es wird erwartet, dass bis 2050 nicht mehr, sondern  weniger Wasser für die Landwirtschaft  zur Verfügung stehen wird. Stattdessen nehmen Industrie und Haushalte immer mehr Süßwasser in Anspruch.

Dabei muss auch der hohe Wasserverbrauch in Deutschland auf den Prüfstand. Denn die Importe von wasserintensiven Produkten, wie beispielsweise Baumwolle, sind mitverantwortlich für Wasserstress und Wasserverschmutzung in vielen anderen Ländern.

Für die Produktion eines T-Shirts braucht man ca. 2.500 Liter Wasser. Der Wasser-Report belegt: Ein „Weiter so“ in der Verschwendung und Verschmutzung von Wasser darf es nicht geben.

2.500 Liter Wasser für ein T-Shirt

Für die Länder im Wasserstress ist es notwendig, die Bewässerung effizienter zu machen. Allerdings betreibt der überwiegende Teil der kleinbäuerlichen Familien  Ackerbau ohne Bewässerung.

Agrarökologische Methoden können die oft spärlichen Erträge enorm steigern, die Wasserspeicherfähigkeit der Böden erhöhen und ihre Anfälligkeit für die Folgen des Klimawandels senken.  Im Wasser-Report sind solche lösungsorientierten Projekte von Brot für die Welt aufgeführt.

Ebenso wichtig ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser  Denn verschmutztes Wasser und unhygienische Lebensverhältnisse gehören zu den Hauptursachen von Durchfall und damit verbundener Mangelernährung.

Brot für die Welt hat die Überwindung der Mangelernährung unter dem Motto „Satt ist nicht genug“ zum Schwerpunktthema gemacht. „Eine nachhaltige Sicherung der Welternährung hängt davon ab, dass die Menschheit die Wasserkrise in den Griff bekommt“, sagt Carolin Callenius.

Die ehemalige ÖWN-Koordinatorin Maike Gorsboth trägt die redaktionelle Verantwortung für den Bericht, in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden von Brot für die Welt.

Den Report "Die Welt im Wasserstress" finden Sie in der digitalen Pressemappe unter: www.brot-fuer-die-welt.de/Wasser-Report.

Pressekontakt: Svenja Koch, Tel.: 030 65211-1834, oder Carolin Callenius, Tel. mob.: 0152 9347105