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Wasser und Minen im Zambezi-Becken im südlichen Afrika

Wasser und Minen im Zambezi-Becken im südlichen Afrika

Pastorin Kuzipa Nalwamba mit einer Flasche braunen Wassers als Symbol für das Problem der Verschmutzung. Foto: Helen Putsman/ÖRK

09. Februar 2015

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 16. Februar 2015

 

Pastorin Kuzipa Nalwamba erklärt, eines der größten Probleme im Zusammenhang mit Wasser in ihrer Heimat Sambia sei die Umweltverschmutzung durch den Bergbau.

„Der Bergbau ist ein lukratives Geschäft im Süden Afrikas und das Wohl der großen Unternehmen, die die Minen betreiben und besitzen, zählt oft mehr als die einheimische Bevölkerung und das Ökosystem. In diesem Bereich ist Fürsprachearbeit nötig, und diese beginnt damit, die betroffenen Gemeinschaften zu befähigen, für sich selbst zu sprechen“, erläutert Nalwamba.

In vielen städtischen Gebieten Sambias gibt es zudem ein Problem mit der Wasserversorgung.

Pastorin Nalwamba ist Doktorandin in Theologie an der Universität Pretoria und befasst sich mit dem Standpunkt des ökologischen Feminismus. Besonders interessiert ist sie an zeitgenössischen Beispielen aus dem südlichen Afrika.

„Frauen können neue Energie, Erkenntnisse und eine neue Grundlage für die Bewirtschaftung der Wasserressourcen in der Region einbringen, im Streben nach Würde, Frieden und gerechten Beziehungen unter den Menschen und mit der übrigen Schöpfung Gottes“, meint sie.

Die Region des südlichen Afrika hatte historisch gesehen ein schweres Los: Kolonialismus, wirtschaftliche Ausbeutung, Klimawandel. Die daraus entstandene Umweltverschmutzung bedroht die Wasserressourcen der Region.

Das Einzugsgebiet des Sambesi erstreckt sich über 1.390.000 Quadratkilometer, in Angola, Malawi, Mosambik, Namibia, Tansania, Sambia und Simbabwe. 30 Millionen Menschen leben in diesem Gebiet. Sie sind abhängig vom Sambesi für Trinkwasser, Bewässerung, Wasserkraft, für die Bewahrung der Ökosysteme und die Erhaltung zahlreicher wirtschaftlicher und touristischer Aktivitäten.

Der Bergbau im Kupfergürtel Sambias ist nur eine der Bedrohungen für die Wasserressourcen der Region.

Das prophetische Amt rund um ökologische Anliegen und Wasserfragen muss besonders ernst genommen werden.

Für Nalwamba ist die kraftvolle Wirkung von Predigten, die den Umweltschutz berücksichtigen und die Bedrohung der Wasserressourcen hervorheben, Teil der christlichen Verantwortung.

Lesen Sie auch: „Wasser hervorbringen: Eine ökofeministische Lektüre aus dem Süden Afrikas. Diese Betrachtung von Pastorin Kuzipa Nalwamba wird als Teil der Kampagne Sieben Wochen im Zeichen des Wassers ab dem 16. Februar 2015 auf der ÖWN-Website veröffentlicht werden.

Eine 17-köpfige Gruppe, mehrheitlich Theologinnen und Theologen, aber auch Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälte sowie ein Ingenieur, trafen sich vom 8. bis 11. Dezember 2014 im Ökumenischen Institut in Bossey, Schweiz, zu einer theologischen Konsultation über Wassergerechtigkeit, um einen theologischen Rahmen für Wassergerechtigkeit zu erarbeiten. Einige Mitglieder der Gruppe unterhielten sich mit Peter Kenny über das Thema Wasser im Kontext ihrer Regionen, Länder und lokalen Begebenheiten. Er sprach zudem mit mehreren, derzeit in Bossey weilenden Studierenden. Die Gespräche werden in den nächsten Wochen auf der ÖWN-Website veröffentlicht.