Ecumenical Water Network

Das ÖWN ist ein Netzwerk christlicher Organisationen und Kirchen, das für sauberes Wasser für alle Menschen eintritt

5. Woche

Die fünfte Bibelbetrachtung für die Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2014 stammt von Fulata Mbano-Moyo, einer reformierten systematischen Theologin aus Malawi. Sie ist ÖRK-Programmreferentin für Frauen in Kirche und Gesellschaft. Mit Bezug auf die Geschichte der Samariterin aus dem Johannesevangelium unterstreicht sie, dass Wasser Leben ist - wichtig für Erneuerung; lebenswichtig für alle, ungeachtet ihrer Rasse, ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Fähigkeiten oder jedweder anderen Merkmale, die Menschen voneinander unterscheiden; eine Gabe Gottes, die nicht privatisiert werden darf, so dass nur die Mächtigen darüber verfügen und es den weniger Mächtigen vorenthalten wird. Wir können aus dieser Geschichte auch lernen, dass wir uns alle unablässig dafür einsetzen sollen, dass physisches und spirituelles Wasser für alle zugänglich ist.
5. Woche

Im Flüchtlingslager Doro im Südsudan. © ACT/Paul Jeffrey

Die fünfte Bibelbetrachtung für die Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2014 stammt von Fulata Mbano-Moyo, einer reformierten systematischen Theologin aus Malawi. Sie ist ÖRK-Programmreferentin für Frauen in Kirche und Gesellschaft. Mit Bezug auf die Geschichte der Samariterin aus dem Johannesevangelium unterstreicht sie, dass Wasser Leben ist - wichtig für Erneuerung; lebenswichtig für alle, ungeachtet ihrer Rasse, ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Fähigkeiten oder jedweder anderen Merkmale, die Menschen voneinander unterscheiden; eine Gabe Gottes, die nicht privatisiert werden darf, so dass nur die Mächtigen darüber verfügen und es den weniger Mächtigen vorenthalten wird. Wir können aus dieser Geschichte auch lernen, dass wir uns alle unablässig dafür einsetzen sollen, dass physisches und spirituelles Wasser für alle zugänglich ist.

Wasser ist niemandes Eigentum, es ist Gottes Gabe

Im Mittelpunkt der hier geschilderten Begegnung steht Wasser. Wasser ist ein wichtiger Anziehungspunkt, der Leben und Erneuerung in diesem trockenen Land schenkt. Der Brunnen, der die Menschen mit Wasser versorgt, heißt Jakobs Brunnen - ein Name, der vielleicht auf den Patriarchen des Alten Testaments Bezug nimmt, vielleicht aber auch auf den Eigentümer des Grundstücks, der seinen "machtlosen" Sklaven und Dienern befohlen hat, den Brunnen zu graben. Wir begegnen einem müden und durstigen Jesus, der an diesem Brunnen neue Kraft schöpfen will. Er hat seine Jünger in die Stadt geschickt, um Essen zu kaufen. Er verfügt nicht über die nötigen Mittel, um an das Wasser des Brunnens heranzukommen, aber er weiß, dass er kein Geld braucht, dass jemand dort sein wird, der das Wasser mit ihm teilen wird.

Die samaritische Frau kommt als Teil ihrer täglichen Routine an den Brunnen. Sie erfüllt dort eine typisch weibliche Aufgabe: Wasser schöpfen, um die ganze Familie zu versorgen. Sie gehört dem marginalisierten nicht-jüdischen Volk der Samariter an und steht damit im Zentrum eines Widerspruchs: sie wird diskriminiert, ist aber gleichzeitig die Anlaufstelle für die Versorgung mit Trinkwasser.

Bitte laden Sie die Bibelbetrachtung herunter, um weiterzulesen (pdf, 448 KB)

Gemeinsam können wir etwas bewegen

  • Zwar hat es in den letzten Jahren beachtliche Fortschritte bei der Verbesserung der Wasserversorgung gegeben, aber die neuesten Daten zeigen, dass 768 Millionen Menschen in aller Welt immer noch keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Frauen tragen den Großteil der Last, wenn Wasser aus weit entfernten Quellen herbeigeschafft werden muss und wenn ihre Kinder durch schmutziges Wasser krank werden oder sterben.
  • Helfen Sie mit, diese Last zu lindern, indem sie ein "gerechtes Geschenk" machen: Schenken Sie einem/r Freund/in oder einem/r Verwandten einen Kanister, einen Brunnen oder, warum nicht, eine Toilette - die dann in dessen/deren Namen an einen Menschen weitergeschenkt wird, dessen Lebensbedingungen verbessert werden müssen.

 

Hinweis: Die Meinungen, die in den Bibelbetrachtungen und verlinkten Hintergrundmaterialien zum Ausdruck kommen, spiegeln nicht notwendigerweise die Position des ÖWN und des ÖRK wider.