Ecumenical Water Network

Das ÖWN ist ein Netzwerk christlicher Organisationen und Kirchen, das für sauberes Wasser für alle Menschen eintritt

6. Woche

Die sechste Bibelbetrachtung für die Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2014 stammt von Raj Bharath Patta, einem Pastor der evangelisch-lutherischen Kirche Andhra in Indien und derzeit Generalsekretär der Christlichen Studentenbewegung in Indien. Nach seiner Auslegung bezieht sich das fünfte Wort Jesu am Kreuz („Mich dürstet“) auf ein körperliches Bedürfnis Jesu. In seiner Betrachtung beleuchtet Patta die missionswissenschaftliche Bedeutung dieses Wortes Jesu für uns, heute und in unserem jeweiligen Kontext.
6. Woche

Ein Junge genießt sauberes Wasser in Nzulu, im Osten der D.R.Kongo, bereitgestellt von Norwegian Church Aid. © ACT/Paul Jeffrey

Die sechste Bibelbetrachtung für die Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2014 stammt von Raj Bharath Patta, einem Pastor der evangelisch-lutherischen Kirche Andhra in Indien und derzeit Generalsekretär der Christlichen Studentenbewegung in Indien. Nach seiner Auslegung bezieht sich das fünfte Wort Jesu am Kreuz („Mich dürstet“)  auf ein körperliches Bedürfnis Jesu. In seiner Betrachtung beleuchtet Patta die missionswissenschaftliche Bedeutung dieses Wortes Jesu für uns, heute und in unserem jeweiligen Kontext.

Bahnbrechende Mission: das Wort Jesu „Mich dürstet“ und seine Bedeutung heute

Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, [...]: Mich dürstet.  (Joh 19,28)


Das fünfte Wort Jesu am Kreuz, das zweite der letzten Worte in der Überlieferung des Johannes, bringt zum Ausdruck, dass Jesus körperlich ausgetrocknet ist und etwas zu trinken braucht. Dieses Wort spricht Jesu, nachdem er die Partnerschaft von Männern und Frauen in der Mission bekräftigt hat, indem er zu seiner Mutter und dem Jünger sprach „Frau, siehe, das ist dein Sohn!“ und „Siehe, das ist deine Mutter!“ (Joh 19,26+27). Nachdem Jesus die Kluft zwischen Frau und Mann in Gottes Sendung überwunden hat, sagt er, er sei durstig. Damit schließt er den Graben zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen in seiner Person. Von den sieben letzten Worten Jesu ist dieses fünfte das einzige, das sich auf ein körperliches Bedürfnis bezieht: ihn dürstet. Im Folgenden soll die missionswissenschaftliche Bedeutung dieses Wortes Jesu für uns, heute und in unserem jeweiligen Kontext, näher betrachtet werden.

Bitte laden Sie die Bibelbetrachtung herunter, um weiterzulesen (pdf, 462 KB)

Betrachtungen

    1. Wie wird Mission in Ihrem Kontext als bahnbrechend verstanden?
    2. Was für Wege gibt es, über die wir unsere gefühllosen Haltungen gegenüber unserer Schöpfung aufgeben und Wasser bewahren und teilen können?
    3. Kommt das Löschen des Durstes verdurstender Menschen dem Löschen des Durstes Christi gleich?

      Diskussionswürdige Fragen

        1. Bestimmen Sie in Ihrer Region verschmutzte Flüsse und untersuchen Sie die Gründe für die Verschmutzung. Diskutieren Sie, was getan werden könnte, um Flüsse und andere lokale Gewässer zu schützen.
        2. Wie können Sie Ihre Ortsgemeinden für die Notwendigkeit sensibilisieren, sich der Durst leidenden Gemeinschaften in Ihrem Umfeld anzunehmen? Welche Vorgehensmöglichkeiten gibt es?

          Ideen für Aktionen

            1. Initiieren Sie im Namen Ihrer Kirche eine Kampagne zur Rettung von Flüssen und lokalen Gewässern und zur Sensibilisierung für die Bedeutung von Wasser für Ihre Gemeindemitglieder.
            2. Organisieren Sie eine Unterschriftenkampagne, um der Versteigerung von Gewässern zu Profitzwecken Einhalt zu gebieten und treten Sie für Wassergerechtigkeit ein, damit die Menschen, die am Rande Ihrer Gesellschaft stehen, kostenlosen Zugang zu sicherem Trinkwasser erhalten.

             

              Hinweis: Die Meinungen, die in den Bibelbetrachtungen und verlinkten Hintergrundmaterialien zum Ausdruck kommen, spiegeln nicht notwendigerweise die Position des ÖWN und des ÖRK wider.